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Jeder hat (gleich viel) Zeit...

... wenn wir diese Zeit nicht nutzen, dann meist, weil wir uns nicht trauen.

Das größte Problem ist unserer innerer Widerstand, den wir dann gerne zum Tier machen: dem inneren Schweinehund.

Die stärksten Waffen des Widerstands sind Angst und schlechte Angewohnheiten. Die Überwindung von beidem funktioniert meist in kleinen Schritten. 

Woanders sind sie auch NICHT SCHNELLER

Es gibt kein Multitasking

Der Versuch, alles gleichzeitig zu tun, verändert das menschliche Gehirn und führt nach relativ kurzer Zeit immer in die Unmöglichkeit, sich noch auf etwas konzentrieren zu können. 

First time right

spart Zeit.

 

 

Schauen Sie in die Gebrauchsanweisung

Die meisten Dinge nehmen weniger Zeit in Anspruch, wenn man sich vorher gründlich überlegt, wie man sie angeht.

Wenn Du es eilig hast

mache einen Umweg. Aber nicht irgendeinen. Plane, was Du tust. Denn Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum. Und nur der Irrtum macht Deine nächste Planung besser.

Ich hab jede Menge Zeit

Wann haben Sie das das letzte Mal gesagt? Wenn überhaupt, dann vielleicht in einem Zusammenhang, in dem Sie einem anderen damit gedroht haben. "Ich hab Zeit" ist eine gute Methode, Gegner unter Druck zu setzen, aber wie oft kommt es vor, dass Ihr Chef zu Ihnen sagt (oder Sie als Chefin zu Ihrem Mitarbeiter sagen):"Lassen Sie sich Zeit mit dem Bericht, das eilt nicht." oder "Erzählen Sie mal, ich hab Zeit."?

Sie können sich nicht daran erinnern, das je gehört oder gesagt zu haben? 

Höchste Zeit, damit mal anzufangen. Warum Sie das tun sollten? Weil es sich gut anfühlt. Weil es dem anderen ein gutes Gefühl gibt. Weil es ganz von selbst den Stress bei allen Beteiligten senkt. Denn auch hierbei hilft es ehrlich zu sein: Wir sind ständig unter Zeitdruck, weil wir selbst (oder andere, dann meist hierarchisch höhergestellte) nicht nachgedacht haben, nicht aufgepasst haben – und plötzlich wird alles sehr eilig. Das wird sich nicht immer vermeiden lassen, es aber zum Prinzip unseres Handelns zu erheben, heißt, sich vom Agierenden zum ausschließlich Reagierenden zu degradieren...

Eigen-Protokoll

Niemand schreibt gerne Protokolle.

Und doch ist ein erster guter Ansatz, um deutlich besser mit sich und seiner Zeit umzugehen, sich darüber bewusst zu werden, wo sie hin ist, die Zeit. Die erstaunte Frage, wo der gestrige Tag geblieben ist, das vergangene halbe Jahr und am Ende ein ganzes Leben, ist natürlich zutiefst menschlich. Dennoch kann man man jede Minute bewusster nutzen.

Das beginnt damit, dass man die Ziele und Soll-Tätigkeiten mindestens zweier Tage vorab niederschreibt und sich den Verlauf dieser zwei (möglichst typischen) Tage minutiös notiert: welcher Vorgang wie lange gedauert hat, wie oft und wie lange er gegebenenfalls durch einen anderen Vorgang unterbrochen wurde. Durch das Kontrollieren auf der Uhr und das Niederschreiben wird ebenfalls etwas Zeit verbraucht, das sollte aber nicht mehr als zwanzig Minuten für einen Tag betragen, selbst, wenn Sie sehr unterschiedliche Dinge tun, die oft durch andere unterbrochen werden. 

Wenn das Aufschreiben doch deutlich länger dauern sollte, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass dieser Tag so fragmentiert ist, dass er letztlich unbeherrschbar wird. Wenn Sie dann feststellen, dass das "nun mal nicht zu ändern ist", wird es höchste Zeit für ein Coaching.

The price of anything is the amount of life that you exchange for it.
Henry David Thorau (1817-1862)

Überbeanspruchung des Willens

Kein noch so starker Wille trägt eine nachhaltige Veränderung

Gehen Sie schonend mit Ihrem Willen um. Nicht nur, dass Menschen generell eine sehr unterschiedliche Willenskraft haben (ja, und auch die Willenskraft kann durch Ernährung, Schlaf, Stress, Sport gestärkt oder geschwächt werden), nein, jeder Mensch hat eine täglich begrenzte Kapazität. Darum lautet eine gängige Empfehlung im "Zeitmanagement" (wir glauben nicht, dass man Zeit managen kann), man möge sich immer die unangenehmsten Aufgaben ganz vorne in den Tagesablauf legen, die To-do-Liste also absteigend-aversiv organisieren. Das ist ein sehr guter Rat, aber natürlich kein "Zeit-", sondern Selbstmanagement! 

Willenskraft ist hilfreich, um über kurzfristige Hürden hinweg zu kommen, sie ist nicht geeignet, eine dauerhafte Veränderung zu tragen. Leidenschaft für die eigene Sache ist das Geheimnis, was diese Sache auch sei. Leidenschaft losgelöst von Ergebnissen, wie Randall es formuliert, und verbunden mit einer ungeheuren Geduld. Geduld aber ist für viele Verantwortliche gerade in der Wirtschaft (und nicht nur dort) ein Pfui-Wort. Ungeduld sei die Tugend. Das aber ist, Klartext: Dummes Zeug. Ungeduld ist eine der größten vorstellbaren Schwächen, sie ist die kleine Schwester des Stresses und fast so hässlich wie der Stress.

Nachhaltige Veränderung ist immer die Veränderung von Gewohnheiten - und das erfordert viel weniger Willen als geduldige Übung. Allein darum ist es nicht sinnvoll, Abnehmen durch Hungern erzwingen zu wollen und gleichzeitig mehr Sport zu machen und das Rauchen aufzugeben und all die Dinge zu lernen, die man nicht kann, aber dringend zu brauchen meint. Das unausweichliche Scheitern trägt den "Sekundär-Gewinn" in sich, die jede Schwäche, ja, jede Krankheit immer auch hat: Für diese Unterwerfung belohnen wir uns dann mit einer Zigarette, einem Schokoriegel, einer Schmerztablette, einer Klage bei unseren Nächsten, beim Arzt. Aber die so erworbenen "Streicheleinheiten" sind hohl, suchterzeugend und sie schwächen uns weiter, weil wir die Dosis ständig erhöhen müssen.