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Gesunde Führung - ein Ausschnitt

Noch vor wenigen Jahren hätte man Führung und Gesundheit nicht in einem Atemzug genannt (oder höchstens hinter vorgehaltener Hand, wenn Führungskräfte unter sich über Blaumacher und ihre Machtlosigkeit klagten, dann aber schnell vom Thema abließen). Inzwischen hat sich zweierlei herauskristallisiert: Dass es so etwas wie einen "Blaumacher" ohne Mitwirkung der Führungskraft gar nicht gibt und dass sich aus diesem Grund sehr wohl etwas dagegen tun lässt - oder sagen wir lieber dafür: Für mehr Gesundheit in der Führung.

Zwischenfrage

Wann gehen Sie, als Geschäftsführer, als Meister, als Vorstand zum Arzt? 

Einfache Antwort: Sie gehen zum Arzt wenn es gar nicht mehr anders geht, mit dem Kopf unter dem Arm, oder erst, wenn Ihre Frau oder Ihre Kollegen Sie zwingen. (Übrigens, wenn Sie diese Grundhaltung haben, lohnt es sich besonders, wenn Sie möglichst einmal jährlich mit einem präventiven Eiweißprofil überprüfen, ob Ihre Gesamtgesundheit das weiter zulässt und eventuell ein Gesundheits-Coaching in Anspruch nehmen).

Und dann lesen Sie, dass offensichtlich alle anderen dauernd krank sind, wie sonst sollte es zu jährlich durchschnittlich neun Arztkontakten pro Deutschem kommen?

Da muss man doch misstrauisch werden, oder?

Wenn Sie dieses Misstrauen haben, ist die Gefahr groß, dass in Ihrem Unternehmen daraus eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wird, vielleicht nur, weil Sie versuchen, alles so zu organisieren, dass die "Schlupflöcher" möglichst klein sind. Genau das aber führt nach unserer Erfahrung im Unternehmen zu einem paradoxen Effekt - die Schlupflöcher werden größer. 

Wie das? Das ist ein komplexes Thema, es reicht von der Pflicht zum ärztlichen Attest ab dem ersten Krankheitstag bis hin zu sogenannten Gesundheitsprämien, von falschen Vorbildern zu mangelndem Vertrauen (auch in die eigene Führungskraft).

Im Folgenden darum ein paar Hinweise und Vorschläge, ganz unverbindlich und genauso kostenlos — aber sicher nicht umsonst.

Konjunktur | Führung | Organisation

Von zwei Dingen hängt der Krankenstand im Unternehmen in erster Linie ab: Von der Konjunktur und von der Führung. 

Gegen die Konjunktur selbst können Sie nichts machen, gegen ihre Auswirkungen schon. Grob zusammengefasst sorgt eine gute Konjunktur erfahrungsgemäß für einen erhöhten Krankenstand, eine schlechte für deutlich mehr Präsentismus: die Anwesenheitsquote steigt, die Leistung fällt. Warum das so ist, darüber ließe sich trefflich und mit fast religiöser Inbrunst diskutieren. Wir belassen es bei der Information und wenden uns dem zweiten Krankheitsverursacher zu: Der Führung. Führung muss hier weit verstanden werden: Sie umfasst alle Hierarchiestufen, angefangen ganz oben, und betrifft auch die Organisation und Unternehmenskultur.

Spätestens seitdem man in den 80er Jahren entsprechende Studien durchgeführt hat, weiß man, dass Führungskräfte "ihren" Krankenstand haben, den sie auch mitnehmen, wenn sie die Aufgabe bzw. das Team wechseln. Das hat Gründe, die sich beseitigen lassen, durch einschlägige Trainings für die Führungskräfte.

Was bisher relativ wenig diskutiert wird, ist die Rolle der Institution, die zwischen Führungskraft und Konjunktur steht: die Rolle der Organisation, des Unternehmens und seiner Kultur. Da werden häufig banale Fehler gemacht, die im Unternehmen erhebliche zusätzliche Krankheitskosten verursachen und leicht zu vermeiden wären. 

Basisfehler

Jede Form der Organisation und jede Form der Führung, die dem Mitarbeiter die Möglichkeit nimmt, eigene Entscheidungen zu treffen und umzusetzen, verursacht bei ihm Stress und macht ihn krank. Im schlimmsten Fall kommt es zur erlernten Hilflosigkeit, die ihn handlungsunfähig macht. Das heißt nicht, dass er plötzlich gar nichts mehr tut, allerdings wird er nur tun, was detailliert angewiesen wurde und das, auch wenn er vermutet, dass es bessere Alternativen zu dem ihm angeordneten Handeln gäbe. Er wird seine Vorgesetzten nicht auf Fehler hinweisen und eigene Fehler immer bestreiten oder vertuschen.

Gerade im Zusammenhang mit der Gesundheitsfrage, die ja nach wie vor mit vielen Tabus belegt ist und sehr schnell zu Legitimitätsproblemen auf Seiten des Unternehmens führt, ist eine restriktive Organisation schlecht aufgestellt, den Krankenstand zu senken, ohne gleichzeitig die Leistung in den Keller zu fahren.

Die Rolle des Chefs oder der Chefin

Demotivation vermeiden

Gesundheit ist Chef-Sache - in mehr als einer Hinsicht. Denn wir sind nicht entweder krank oder gesund, das wissen wir alle aus langer Erfahrung. Es gibt eine große Grauzone.

An welchem Punkt dieser Grauzone ein Mitarbeiter entscheidet, dass er sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt holt, hängt auch stark von seinem Chef und dessen Führungsverhalten ab. Vorgesetzte haben einen Krankenstand, den sie auch von einer zur anderen Verantwortung mitnehmen, das weiß man seit den 1980er Jahren.

Mitarbeiter andererseits sind zu Beginn einer Tätigkeit grundsätzlich motiviert - ob sie das nach sechs Wochen, zwölf Monaten oder 30 Jahren auch noch sind, hängt weitgehend vom Chef ab. Dabei geht es nicht, wie oft gefordert, darum, dass der Chef sie motiviert. Diese Forderung (die man auch oft von Mitarbeitern hört) geht in die Irre.

Es reicht völlig, Mitarbeiter nicht zu demotivieren - und das allein ist schwierig genug. Oft sind es ein paar unbedachte Worte, Ironie an der falschen Stelle oder - der häufigste und heftigste Demotivator - die allgemeine Sprachlosigkeit: Kein freundliches "Guten Morgen", kein Feedback, kein Danke, nichts. Fachleute sprechen von der "Anerkennungslücke".  

Vorbild sein

Wenn wir über betriebliches Gesundheitsmanagement reden, entscheiden Führungskräfte auch sonst über den Erfolg: Nur wenn sie vorgelebt und befördert wird, hat Gesundheit eine Chance, Teil der Unternehmenskultur zu werden. Wer Bewegung für einen Zeitfresser hält, wer stets erreichbar ist und das auch von seinen Mitarbeitern erwartet, ist zwar vielleicht ein Vorbild, aber eines für Burn-Out. Er wird mittel- und langfristig schlechtere Ergebnisse erzielen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement beginnt also bei der Führung und alle Führung muss die Gesundheit der Mitarbeiter im Auge haben.

So sieht das aus dem Blickwinkel des Mitarbeiters aus

Versetzen Sie sich mal in folgende Lage: Ein Montagmorgen im Januar, 5 Uhr, der Wecker klingelt, Sie werden mühsam wach und mit Ihnen die Kopfschmerzen, die sich schon gestern Abend angekündigt haben. Sie kennen das, die Kopfschmerzen werden noch ein bisschen schlimmer, aber nach einem halben Tag im abgedunkelten Schlafzimmer sind sie wieder weg.

Unter normalen Umständen würden Sie sich für einen Tag krankmelden, bei Ihrem letzten Arbeitgeber hätten Sie das auch so gemacht, aber der neue will am ersten Tag die "Krankschreibung". Sie rufen also nicht an, nützt auch nichts, vor neun ist da ja niemand, und schleppen sich gleich zu acht Uhr, Sprechstundenbeginn, zum Arzt. Sie haben keinen Termin, natürlich nicht, und warten also zwei Stunden. Da Sie mit den Kopfschmerzen nicht frühstücken konnten, macht Ihnen zunehmend Ihr Hunger zu schaffen, je besser es mit den Kopfschmerzen wird, umso schlechter fühlen Sie sich. Das wird auch durch die Gesichter und die Geräusche der Umsitzenden nicht besser, ganz im Gegenteil.

Als Sie gegen halb Elf beim Arzt vorgelassen werden, sieht der schon aus der Ferne, wie elend Sie aussehen, fragt kurz, untersucht nicht weiter (das Wartezimmer sitzt brechend voll) und schreibt Sie erstmal bis zum Montag drauf krank (einschließlich, da will er Sie nochmal sehen und, nachdem die akute Phase hoffentlich durch ist, mal mit etwas Zeit prüfen, was da los ist). Man beachte die Formulierung, sie ist nämlich die Übliche und sie hat Folgen. Denn jetzt haben Sie vom Arzt bescheinigt, dass Sie krank sind, völlig egal, wie Sie sich fühlen. Den restlichen Montag verbringen Sie im Bett, am Dienstag fühlen Sie sich noch etwas schwächlich, am Mittwoch ist eigentlich alles wieder in Ordnung. Aber der Arzt hat Sie krankgeschrieben, also bleiben Sie schön zuhause! Was soll den Ihr Arbeitgeber denken, wenn Sie nach zwei Tagen wieder auftauchen, das sieht ja richtig so aus, als hätten Sie Montag und Dienstag blaugemacht. Und so misstrauisch wie der ist... Außerdem, wer weiß, wenn der Arzt sagt, dass das bis Montag dauert, der wird das schon wissen.

An dieser Stelle teilen sich die Betroffenen: die eine Gruppe sagt den Arzttermin am kommenden Montag wieder ab, was dazu führt, dass die eingehende Untersuchung unterbleibt (und damit der Versuch, diesem chronischem Kopfschmerzproblem auf den Grund zu gehen). Die andere Gruppe geht am kommenden Montag zum Arzt, was gut sein kann (weil endlich mal das Kopfschmerzproblem angegangen wird) oder schlecht, weil die Krankschreibung zur Sicherheit einfach noch bis zum Ende der Woche verlängert wird.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Wer Arbeitsunfähigkeit zum Arzt kommt, und (aus seinem Arbeitsvertrag) weiß, dass sein Arbeitgeber ihm nicht traut, sieht sich genötigt, dem Arzt wort- und bildreich schwerere Symptome zu schildern als er hat, damit ihm wenigstens der Arzt glaubt. Das gilt umso mehr, wenn der Mitarbeiter ohne dieses Misstrauen nur einen Tag ausruhen würde, weil es sich eben nur um eine Bagatelle handelt. 

Und das ist, was der Arzt sieht

Da kommt einer mit einer Bagatelle, Erkältung, grippaler Infekt, Magenverstimmung. Oft sieht ihn der Arzt gar nicht (oder wirklich nur für 30 Sekunden), mehr geht in dem Fall auch gar nicht, weil - gerade in Erkältungszeiten - das Wartezimmer ohnehin voll ist. Egal ob Montag oder Mittwoch, bis zum Sonntag muss der Patient auf jeden Fall zuhause bleiben, lohnt sich ja auch gar nicht, vorher wieder anzufangen. Unser System der quartalsweisen Pauschalvergütung sorgt dafür, dass mehr als zwei Patientenkontakte in einem Quartal für den Arzt zu einem Verlustgeschäft werden, die kein anderer Berufsstand akzeptieren müsste und würde. 

Was der Arzt nicht macht: Er schickt keinen "Blaumacher" zur Arbeit. Denn woher sollte er wissen, das der ihm Gegenübersitzende "nichts echtes" hat? Und dann - auch das ein offenes Geheimnis - wissen gerade die Hausärzte, welcher Arbeitgeber in ihrem Sprengel als "krankmachend" gilt, was nicht selten dazu führt, dass der Morbus Praefectus diagnostiziert wird. Und natürlich ärgert sich der Doktor, wenn er eine Minute zum Nachdenken kommt, auch darüber, dass ihm jeden Montag zahlreiche Menschen gegenübersitzen, die sich in einem halben Tag zuhause hätten auskurieren können, aber durch ihren Arbeitgeber stattdessen in die Praxis gezwungen wurden und ihn jetzt davon abhalten, sich um die wirklich Kranken zu kümmern.

Anders formuliert: Der Arzt hat keinen Grund, Ihre Führungsarbeit zu übernehmen.

Last but not least - das Wartezimmer

Akutpatienten, und das sind alle Anwärter auf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, warten in der Regel eine ganze Weile. Lange genug jedenfalls, dass sich selbst ein "echter" Blaumacher beim niesenden und hustenden Nachbarn anstecken kann. Ausgleichende Gerechtigkeit? Eher Verlängerung der Abwesenheit.

Der Arbeitsvertrag

Jeder kennt Hesses Gedichtzeile "und allem Anfang wohnt ein Zauber inne".

Wenn sie diesen Zauber zuverlässig trüben wollen, vereinbaren Sie im Arbeitsvertrag die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung für den ersten Krankheitstag.

Arbeitsverträge sind, wie alle anderen Verträge auch, darauf ausgerichtet, den Konfliktfall vorzubereiten. Deshalb ist ihre Freundlichkeit von vorneherein begrenzt. Wenn ich sie jedoch mit einem solchen "Signal" anreichere, das auf ein unausweichliches Ereignis, die gelegentliche Erkrankung, vorbereitet, strahlt dieses Signal auf alles andere aus. Die Botschaft ist klar: der Vertragspartner Arbeitgeber traut dem Vertragspartner Arbeitnehmer nicht. 

Misstrauen auch gegen die eigenen Führungskräfte

Wer seine Mitarbeiter am ersten Tag zum Arzt zwingt, sagt damit gleichzeitig aus, dass er seinen Führungskräften nicht vertraut. Er traut ihnen nicht zu, so zu führen, dass der Krankenstand am untersten Ende der Möglichkeiten bleibt - und er traut ihnen nicht zu, den gelegentlichen Einzelfall eines echten Blaumachers durch die richtigen Führungshandlungen zu korrigieren. Gerade, wenn er damit Recht hat, wird es allerhöchste Zeit, in Führung zu investieren

 

 

Disclaimer

Das folgende ist keine Rechtsberatung, und vermutlich würden viele Juristen voller Bedenken den Kopf schütteln. Auch ist der Text zu lang für einen Arbeitsvertrag (auch den empfehlen wir, kurz zu halten) – es geht uns um den Stilwechsel, der mit einem solchen Ansatz verbunden sein könnte.

Ein Vorschlag

§ 3 Verhalten bei Krankheit

3.1 Die Firma Benevolentia [hier stünde Ihr Firmenname] wird die Arbeitsbedingungen soweit möglich so gestalten, dass sie stets förderlich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter sind. Die Arbeitgeberin ist darüber hinaus davon überzeugt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre eigene Gesundheit achten und ihre Tätigkeit eigenverantwortlich wieder aufnehmen, sobald sie sich nach Abklingen krankheitsbedingter Beschwerden wieder arbeitsfähig fühlen. Im Übrigen erachten beide Seiten gelegentliche Erkrankungen für im Laufe eines normalen Lebens unvermeidlich.

3.2 Es wird ausdrücklich vereinbart, dass bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ein Anruf beim Vorgesetzten oder dessen Vertretung ausreicht. Dieser Anruf sollte so früh, wie unter den jeweiligen Umständen möglich, erfolgen, damit die Abwesenheit so organisiert werden kann, dass die Folgekosten für das Unternehmen und dessen Kunden gering bleiben und Herr/Frau... bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz möglichst wenig Liegengebliebenes bearbeiten muss.

3.3 Eine ärztliche Bescheinigung, wie durch § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz vorgesehen, ist nur und erst dann zu erbringen, wenn die Arbeitsunfähigkeit über drei Werktage hinaus dauert. Das ist wichtig, da es auf die Mitarbeit von Herrn/Frau... ankommt, längere Abwesenheiten entsprechend organisatorisch bewältigt werden müssen und der Firma unter Umständen Erstattung von Lohnfortzahlung durch die Krankenkasse zustehen.

3.4 Unabhängig davon verpflichtet sich Herr/Frau... dazu, seinen Arzt im Interesse der eigenen Gesundheit unmittelbar aufzusuchen, wenn es sich offensichtlich um eine Erkrankung handelt, die nicht mit ein paar Stunden oder Tagen Schonung zu behandeln ist oder wenn sich eine ursprünglich als Bagatelle eingestufte Erkrankung deutlich verschlimmert.

3.5 Benevolentia [bzw. Ihre Firma] und Herr/Frau... sind sich auch darüber einig, dass Präsentismus, also die Anwesenheit am Arbeitsplatz trotz stark leistungseinschränkender und/oder ansteckender Krankheiten die eigene Gesundheit schädigt sowie Kollegen und eigene Arbeitsergebnisse gefährden kann und daher vermieden werden muss. 

Gesundheitsprämien?

Gesundheitsprämien schienen eine Zeitlang das Heilmittel gegen einen hohen Krankenstand. Das konnte nicht gutgehen.

Im Arbeitsvertrag ist "physische Realpräsenz" vereinbart, wie es der Jurist formuliert. Wenn ich jetzt für genau diese Realpräsenz zusätzliche Prämien verspreche, entwerte ich nicht nur den Arbeitsvertrag, wofür bekomme ich denn mein Geld? - ich leite auch jede Menge weitere Fehlentwicklungen ein.

Als Mitarbeiter habe ich als erstes verstanden, dass mein Arbeitgeber mir nicht traut. Warum also sollte ich ihm trauen? Obendrein hat das verhaltensökonomische Folgen: Zum Beispiel erkenne ich als Mitarbeiter Schwellenwerte, jenseits derer "alles egal" ist, weil ich diesen Monat/dieses Quartal/dieses Jahr eh keine Gesundheitsprämie bekomme. Oder ich schleppe mich in die Arbeit (Präsentismus), obwohl es mir wirklich schlecht geht, weil ich die Toleranz schon ausgeschöpft habe. Oder es entsteht eine ungute Gruppen-Dynamik oder oder oder...

Fazit: Finger weg von "Gesundheitsprämien".