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Strategie und Sprache ist seit vielen Jahren unsere Dachmarke für alles rund um die Wirtschaftskommunikation.
Wir veröffentlichen dazu immer freitags unseren kostenlosen Newsletter bizz, in dem wir (nicht nur) sprachlich Absurdes (nicht nur) aus dem Wirtschaftsleben sezieren.

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Rat vom 
EXPERTEN

Auch Ratschläge sind Schläge, wie wir wissen - aber solange man nicht nachschlagen muss... 

Kommunikation ist kein Thema, sie ist der Kern des menschlichen Erfolges und die Lebensader im Wirtschaftsleben. Werbung, Führung, Strategieentwicklung - nichts davon ist vorstellbar ohne Kommunikation. Das richtige Wort zur richtigen Zeit garantiert den Erfolg ebenso, wie ein falsches Wort eine Geschäftsbeziehung zerstören kann. In einer Zeit, in der mehr Worte gemacht werden denn je, und in der sich diese Worte in Windeseile verbreiten, während paradoxerweise die allgemeine Sprachkompetenz nicht zunimmt, lohnt es sich, die Kommunikation zu professionalisieren.

Sprachlos war gestern

So hieß der ursprüngliche Claim von Ulf Uebel Consulting.

Wie viele solcher Ansprüche war "Sprachlos war gestern" gleichzeitig zu weit formuliert und zu eng.

Zu weit, denn natürlich gehen sind wir nie mit jeder Form von Sprachlosigkeit befasst gewesen. Obendrein ist "Sprachlosigkeit" ein großes Wort, wo es meist nur um Unbeholfenheit geht, um "knapp daneben" oder um Geschwätzigkeit.

Zu eng, denn nur Kommunikation und nicht Personal? Nur Kommunikation und nicht Führung? Natürlich ist Kommunikation aus Personal und gerade aus der Führung nicht wegzudenken. Aber ob das jedem sofort klar sein würde?

Und würde der Claim nicht eine eigene Wirklichkeit erzeugen? Wir beschlossen, darauf zu verzichten - und haben ihn doch stets umgesetzt.

Und was ist mit Marketing?!

Wie kann ein Unternehmer, der seit über 20 Jahren im Dialogmarketing tätig ist, bei einem Direktversicherer nicht nur das Personalwesen verantwortet sondern auch das Call Center mit aufgebaut hat, der einen Dialogmarketing-Dienstleister im Alleingang konzipiert, in einer private-public-partnership durch die Projektphase gebracht und anschließend fast fünf Jahre geführt hat, der Zeit seiner Selbständigkeit Marketingkonzepte entwickelt und Anwender beraten hat, wie also kann der keinen eigenen Punkt "MARKETING" unter den Überschriften seiner Website haben?

Einfach: Wir hätten Marketing in der einen oder anderen Form an jede dieser Überschriften hängen können, was ihre Lesbarkeit beeinträchtigt und nicht zur Klarheit beigetragen hätte.

Und ja, wir bieten auch Marketing im engeren Sinne, wobei wir allerdings gerade bei größeren Projekten inzwischen mit Spezialisten zusammenarbeiten, die wir seit Jahren und aus vielen gemeinsamen Aktivitäten kennen. Schließlich treffen wir beim DDV immer auf die Besten der Zunft.

Der Bildschirm

ist ein trügerisches Instrument.

Das papierlose Büro war eine euphorische Illusion aus den 80er Jahren. Damals wurde der Computer zum Allgemeingut und mancher dachte, man könnte auf Papier zukünftig gänzlich verzichten. Das Gegenteil ist richtig, der Papierverbrauch ist durch den Computer ständig gestiegen.

Mancher wird sich an die Zeit der Schreibmaschine erinnern: man verwendete viel Zeit auf die Vorbereitung und die Verbesserung eines Briefs, Fehler wurden mit TippEx überdeckt, anschließend versuchte man genau dort auf dem Blatt wieder anzusetzen, wo man den Fehler hatte "verschwinden" lassen. Gleichzeitig war die zentrale Frage bei einem Brief:"Wer muss das alles lesen, wie komme ich mit möglichst wenigen Durchschlägen aus?"

Mit dem Computer geht das alles viel einfacher. Man kann jeden Brief beliebig häufig ausdrucken lassen, jede E-Mail mit einem beliebig großen Verteiler versehen. Schreiben und Lesen könnte ausschließlich am Bildschirm stattfinden.

Warum werden dennoch so viele Briefe geschrieben und warum drucken so viele Menschen Texte, auch E-Mails, aus?

Weil das Lesen am Bildschirm deutlich mehr Konzentration erfordert (manche sprechen von bis zu 30%), als das Lesen auf Papier. Das wird durch den Verlust der Konzentration durch das scheinbare Multitasking zusätzlich schwieriger.

Auch das Schreiben am Bildschirm, unter Umständen nur mit zwei Daumen, ist schwieriger, wir machen viel mehr Fehler, auch hier ist die Rede von 30%. Erstaunlicherweise wird jedoch - auch im Geschäftsleben - oft kaum noch Anstrengung darauf verwendet, grammatisch richtige Sätze zu bilden und Schreibfehler zu entfernen, von Stil wollen wir gar nicht reden. Gerade die E-Mail und die SMS scheinen diesbezüglich "unverbesserlich".  

Das aber kostet Zeit. Zwar spart derjenige, der schreibt, wenn er nicht korrigiert, vielleicht ein paar Minuten, diese Zeit geht aber mehrfach bei seinem Leser verloren, multipliziert mit der Anzahl der Empfänger. Was vielen Entscheidern nicht bewusst zu sein scheint: Es geht nicht nur Zeit verloren beim Leser, die Zahl der Missverständnisse wächst und das Vertrauen in das Produkt, die Dienstleistung, die Sie anbieten fällt mit jedem Fehler, den E-Mails oder Briefe enthalten, die Ihr Unternehmen verlassen. Wieder geht Zeit verloren und mit ihr Geld.

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„Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort
und dem beinahe richtigen ist derselbe wie
zwischen einem Blitz und einem
Glühwürmchen.“ (Mark Twain)

Strategie und Sprache - bizz

Die Deutsche Sprache ist nicht nur schwer, sie ist schwierig – weil voller Ungereimtheiten. Seit einem Jahr nehmen wir uns im BIZZ Newsletter von Strategie und Sprache die Besonderheiten und die Absonderlichkeiten unseres Sprachgebrauchs vor. „Gibt es ein vitales Interesse?“, „Kann man die Muse mit der Muße verbinden?“ oder: was ist ein „Schneebrett“ und was ein „gebranntes Kind“? Das sind nur einige Beispiele aus der Fülle der Themen, die wir jede Woche anbieten. Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund und so kommt der unterhaltsame Sprachnewsletter – gewürzt mit bissigen Kommentaren zur Wirtschaftssprache und erweitert um die eine oder andere Buchkritik - jeden Freitag ins E-Mail Postfach und regt zum Nachdenken und Schmunzeln an!

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