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Seit April 2018 endlich auch auf Deutsch!

Das Ernährungscoaching, das Sie bei mir bekommen können, fußt immer auf der Perfect Health Diet (PHD), allerdings angepasst auf den persönlichen Gesundheitszustand, idealerweise durch das Proteomis-Eiweißprofil differenziert dargestellt. Der Thieme-Verlag, einer der renommiertesten deutschen Medizinverlage hat mit großem Einsatz das Buch nicht nur auf Deutsch herausgebracht, sondern es auf die deutschen Verhältnisse übertragen. Dass ich dazu meinen bescheidenen Beitrag leisten durfte, macht mich vielleicht etwas befangen, ändert aber nichts an der Qualität des Buchs. 

Die Autoren Paul und Shou-Ching Jaminet haben sieben Jahre lang die weltweite Studienlage zur Ernährung (und zu anderen Lebensstil-Aspekten) ausgewertet, auf Tragfähigkeit überprüft und am Ende in konkrete Empfehlungen umgesetzt.

Ich nutze das Buch als Grundlage für die Ernährungsumstellung meiner Klienten (und empfehle jedem, der mehr ein Anhänger des "do-it-yourself" ist, einfach das Buch zu lesen und für sich selbst umzusetzen). Es gibt allerdings eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Empfehlungen zu personalisieren und auf den individuellen Gesundheitszustand anzupassen, auch abhängig von den Lebensstil-Irrtümern der Vergangenheit und daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen, die jemand haben kann. Die metabolische Flexibilität wiederherzustellen, den Darm eine Weile zu entlasten oder individuelle Nahrungsmittel-Verträglichkeit zu testen, sind die Dinge, die sich mit zusätzlichen Kenntnissen und entsprechender ärztlicher und Labor-Unterstützung effizienter umsetzen lassen. 

Ich arbeite daher immer mit Ärzten oder Heilpraktikern zusammen, die die funktionelle Proteomik im Repertoire ihres diagnostischen und therapeutischen Handelns haben.


Ernährung

Die richtige Ernährung ist der größte Hebel, den wir haben, wenn es um mehr Gesundheit und die Vermeidung, ja, selbst die Heilung von Krankheiten geht.

Jeden Tag im Durchschnitt sechsmal nimmt ein Erwachsener etwas zu sich, bei einigen liegt die Zahl deutlich höher. Auch wenn der eine oder andere glaubt, nur Energie aufzunehmen, ist es doch viel mehr.

Jeder Bissen ist eine Botschaft an unsere Gene und an die unserer Dauergäste, das Mikrobiom. Es ist jedesmal ein Eingriff in die eigene Gesundheit. Im positiven oder im negativen Sinne. Ernährung kann ein tödlicher Stressor sein oder die stärkste Medizin auf dem Weg zu einer besseren Gesundheit - und alles dazwischen. 

Ernährung im betrieblichen Umfeld ist häufig ersteres: ein Stressor schlimmster Art. Schnell zwischendurch aus einem Automaten gezogen, von einem Besprechungstisch genascht, in einer auf Preis getrimmten Kantine eilig eingenommen, beim Fastfood-Restaurant um die Ecke geholt oder einfach durch einen Schokoriegel ersetzt.

Zeit und Geld gespart? Wenn wir jedes Mal unterschreiben müssten, dass wir uns darüber bewusst sind, dass wir heute "eingesparte" Zeit früher oder später (eher früher) vielfach wieder drangeben müssen, dass wir ein Vielfaches an Geld ausgeben für Blutzucker-Teststreifen oder einfach für höhere Beiträge zur Krankenkasse, würden wir die Abkürzung wirklich wählen? Und selbst diese Darstellung ist noch verharmlosend: Ein Abendessen weniger als vier Stunden vor Ihrer optimalen Schlafenszeit erhöht Ihren Ruhepuls oft um mehr als 10 Schläge. Am nächsten Tag sind Sie zwar deutlich weniger leistungsfähig, aber Ihr Körper gleicht das aus (und wird dafür mit einer Kopfschmerztablette und zwei Tassen Kaffee extra "belohnt").

Nein, es geht hier nicht darum, Angst zu verbreiten, sondern im Gegenteil: Hoffnung. Was relativ lang braucht, bis es endgültig kaputt ist, heilt vergleichsweise schnell. Während ersteres oft viele Jahre dauert, kann man letzteres manchmal in Wochen, oft in Monaten und, wenn schon sehr viel im Argen lag, in wenigen Jahren beheben.

Stress und Schlaf

Stress und Schlafmangel, häufig miteinander verbunden (wer Stress empfindet, schläft schlechter, und wer weniger schläft, empfindet mehr Stress), sind gesundheitsschädlicher als Fehlernährung und Bewegungsmangel. Zwar trägt Fehlernährung zum Stress bei und hilft Bewegung, Stress abzubauen. Dennoch sind gerade im Berufsleben Stress und Schlafmangel zusätzliche sich ergänzende, oft sich gegenseitig potenzierende Einflüsse. Stress ist dabei nicht, wie so oft angenommen, das was uns von außen geschieht, sondern unsere Reaktion auf diese Stressoren.

Und ähnlich wie viele unserer Nahrungsmittel sind moderne Stressoren dergestalt, dass unsere natürliche Reaktion (Angriff oder Flucht/fight or flight) keine adäquate Antwort mehr hat: Sie können vor Ihrem Chef, der Sie ständig niedermacht, nicht weglaufen (jedenfalls nicht sofort) und Ihre Mitarbeiter, die ständig versuchen, Ihnen Aufgaben rückzudelegieren, nicht mit Körperstrafen belegen (jedenfalls nicht häufiger als einmal...). Das ist der Grund, warum gerade das Mittelmanagement, das ständig in einer solchen "Sandwich-Position" ist, nach einer neueren Studie einen ständig erhöhten Cortisolsspiegel hat - auf Dauer eine extreme Gefahr für die Gesundheit, die allein durch eine hochwertige Ernährung und ausreichend Bewegung nicht ausgeglichen werden kann. 

Schlafmangel andererseits führt schon nach einer Nacht zu einer (höheren) Insulinresistenz als eine überzuckerte Ernährung innerhalb von Monaten. Auch der restliche Hormonhaushalt, zum Beispiel Cortisol, Östrogen, Testosteron, Melatonin etc.pp., werden empfindlich und sehr nachhaltig durch Schlafmangel und Stress gestört.

An dieser Stelle im Gesundheits-Coaching kommen häufig die ersten heftigen Abwehrreaktionen:"Bleiben Sie mir bloß mit Yoga oder Meditation vom Leib, dafür hab ich keine Zeit." Darum gleich an dieser Stelle eine etwas ernüchternde Antwort: Wenn Sie nur mit Meditation oder Yoga Ihren Stress beseitigen können, dann haben Sie entweder eine hohe Resilienz oder wenige Stressoren in Ihrem Leben, jedenfalls brauchen Sie uns nicht. Wobei wir aus langjähriger Erfahrung Meditation für eine gute Idee halten, aber Meditation muss nichts esoterisches sein und wirkt - genau wie Sport - am besten in kurzen intensiven Anwendungen.  


Wir stellen Ernährungs- und Lebensstil-Wissen auch über die Webpräsenz der health 21 GmbH zur Verfügung. Niedrigschwellig als Lesetext, Webcast oder Webinar (Online-Training). Individuelles transformatives Ernährungs-Coaching in Zusammenarbeit mit einem Präventions-Arzt und unter Einsatz des präventiven Eiweißprofils erhalten Sie direkt über mich.

Für die Mitarbeiter der Firmenkunden der health21 GmbH können viele dieser Leistungen oft schon in der betrieblichen Krankenversicherung enthalten sein. Für andere Interessenten besteht die Möglichkeit, für sich oder (wenn Sie Unternehmer sind) für Ihre Mitarbeiter unmittelbar einen Zugang zu diesen Leistungen zu erwerben. Schauen Sie also auch dort nach: health21 GmbH.

Bewegung

Der Mensch ist grundsätzlich auf Bewegung ausgelegt. Er war als Jäger, Sammler, Nomade Zeit seiner Entwicklung während zweieinhalb Millionen Jahren große Strecken unterwegs und immer wieder auch zu (relativ) kurzen sprunghaften Anstrengungen, wie Jagd, Flucht, Angriff, oder dem Tragen schwerer Lasten gezwungen.

Auch nach der Sesshaftwerdung der meisten Menschen mit der Erfindung des Ackerbaus (vor nur gut zehntausend Jahren) legte er bis vor einhundert Jahren weiterhin täglich große Strecken von rund 20-40 Kilometern zu Fuß zurück. Viele alltägliche Arbeiten vom Wäschewaschen bis zum Herbeitransport von Brennstoff waren körperlich anstrengend.

Der Mensch ist also aus gutem Grund darauf angelegt, seine Ressourcen zu schonen und nur das zu tun, was unvermeidlich ist. Dadurch jedoch, dass in den vergangen einhundert Jahren mit der Maschinenentwicklung immer mehr vermeidbar wurde, nahm unsere Bewegung sowohl im Ausdauer- wie im Kraft-Bereich ständig ab.

Die "natürliche" körperliche Belastung der meisten Menschen ist inzwischen gering und, wo sie noch vorhanden ist, aufgrund der Arbeitsteilung extrem einseitig. Seit etwa 30 Jahren nehmen obendrein die Bildschirmzeiten zu (Sie sitzen ja vermutlich gerade vor einem...), die zusätzlich zu körperlichen Veränderungen führen, zum Beispiel einer Verkürzung der Brustmuskulatur. 

Um einen erheblichen Teil der so entstehenden gesundheitlichen Probleme zu vermeiden, reichen am Tag ca. 7 Minuten heftige Anstrengung und ausreichende Strecken, die Sie zu Fuß zurücklegen, ungefähr 10.000 Schritt sollten es sein, der Durchschnitt hat heute noch 700. Alle Arbeiten, die nicht im Sitzen erledigt werden müssen (und Besprechungen muss niemand im Sitzen erledigen), sollten Sie stehend oder gar in Bewegung ausführen. Stehen Sie alle 20 Minuten von Ihrem Stuhl auf und gehen Sie ein paar Schritte.

Kein Ausgleich dagegen ist es, jeden Tag eine Stunde Joggen zu gehen und den Rest des Tages sitzend zu verbringen. Das führt zu kurzer Überbelastung, die durch viel zu lange Unterforderung (und in der Regel deutlich höherer Nahrungsaufnahme) "ausgeglichen" wird. Das Phänomen heißt in den USA "active couch potato"...